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Beats Biblionetz - Texte

Eine freie (befreite) Kultur für den Remix

Zu finden in: OpenSource Jahrbuch 2006 (Seite 427 bis 444), 2006 local web 
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iconZusammenfassungen

OpenSource Jahrbuch 2006Lawrence Lessig, Begründer der Creative-Commons-Initiative, untersucht [...], wie die Copyrightregulierungen (Gesetz) dynamisch an die durch den Fortschritt der Technik (Architektur) hervorgerufenen Veränderungen angeglichen wurden und gleichzeitig das Verhalten (Normen) zunehmend einschränkten, um ein auf Privateigentum basierendes ökonomisches System (Markt) beizubehalten. Daraus ergibt sich für ihn jedoch die Unmöglichkeit einer Remix-Kultur. Die erhoffte Sicherheit für Künstler und die Stärkung der allgemeinen Wohlfahrt konnte - wenn überhaupt - nur durch hohe Verluste, wie enorme Transaktionskosten oder dem aufkommenden Digital Divide, für Mensch und Gesellschaft erreicht werden. Lessig folgert aber, dass es möglich ist, die kulturellen Fesseln durch die Etablierung von Creativ-Commons-Lizenzen (CC) auf einer privaten Seite und durch die Adaption des Rechts (gefiltertes Copyright) und die Einführung von Remix-Rechten seitens der Politik zu sprengen.
Von Maik Engelhardt im Buch OpenSource Jahrbuch 2006 (2006) im Text Einleitung ins Kapitel «Gesellschaft im Wandel»
OpenSource Jahrbuch 2006Die Regulierung von Technologien entscheidet mit über deren Erfolg oder Misserfolg am Markt. Das Copyright hat in den vergangenen 200 Jahren wesentlichen Einfluss auf die Technologiegestaltung gewonnen. Zunehmend weniger gelingt es dem Gesetzgeber, mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten. Die Auslegung der Copyright-Bestimmungen hat sich immer weiter vom ursprünglichen Zweck des Gesetzes entfernt und erfasst immer mehr Bereiche, die zuvor unreguliert waren. Damit verbunden sind erhebliche Opportunitätskosten, die zu Verlusten an kreativen Ausdrucksformen führen. Besonders betroffen ist die Remix-Kultur, in der aus Versatzstücken existierender Kultur Neues geschaffen wird. Remixen ist weitgehend illegal, obwohl es in vielen Fällen mit der ursprünglichen Absicht des Copyrights verträglich ist. Der Autor argumentiert, dass die kulturellen Verluste der Gesellschaft derart hoch sind, dass es Zeit ist, das effektiv bestehende Remix-Verbot aufzuheben und durch ein nutzungsabhängiges Vergütungssystem zu ersetzen. Er stellt Ansätze aus dem privaten Bereich vor, wie die Creative-Commons- Initiative, und befürwortet entsprechende Gesetzesänderungen.
Von Klappentext im Buch OpenSource Jahrbuch 2006 (2006) im Text Eine freie (befreite) Kultur für den Remix

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Personen
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Lawrence Lessig

Begriffe
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CopyrightCopyright , creative commonscreative commons , Demokratiedemocracy , Erfolg , Gesellschaftsociety , Gesetzelaws , Marktmarket , Misserfolg , Privatsphäreprivacy , Recht am eigenen Bild , Technologietechnology
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Bücher
Jahr  Umschlag Titel Abrufe IBOBKBLB
2004 local web  Free Culture (Lawrence Lessig) 9, 4, 2, 3, 7, 6, 4, 9, 9, 3, 1, 1 272912067

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Auf dem WWW Eine freie (befreite) Kultur für den Remix: Englisches Original als Volltext-PDF (lokal: PDF, 293 kByte; WWW: Link tot Link unterbrochen? Letzte Überprüfung: 2020-11-28 Letzte erfolgreiche Überprüfung: 2018-03-11)
Auf dem WWW Eine freie (befreite) Kultur für den Remix: Artikel als Volltext (lokal: PDF, 377 kByte; WWW: Link tot Link unterbrochen? Letzte Überprüfung: 2020-11-28 Letzte erfolgreiche Überprüfung: 2018-03-11)

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Beat war Co-Leiter des ICT-Kompetenzzentrums TOP während er Dieser Text ins Biblionetz aufgenommen hat. Die bisher letzte Bearbeitung erfolgte während seiner Zeit am Institut für Medien und Schule. Beat besitzt kein physisches, aber ein digitales Exemplar. Eine digitale Version ist auf dem Internet verfügbar (s.o.). Es gibt bisher nur wenige Objekte im Biblionetz, die dieses Werk zitieren.

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