Zum Anspruch und zur Aufgabe von Transfer-House Strukturen in digitalisierungsbezogenen BildungsprojektenEine empirische Analyse im Mehrebenensystem
Marian Thiel de Gafenco
Publikationsdatum:
Zu finden in: Zum Zusammenwirken von Forschung und Praxis (Seite 109 bis 131), 2026
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Zusammenfassungen
Co-creative research and development projects have become a key format for linking theory and practice in education. At the same time, cooperation in large-scale project networks rarely unfolds in a stable or linear way, but is continuously adapted, renegotiated, or constrained over the course of a project. This article examines adaptive cooperation as a processual achievement within multi-level education systems. Adaptive cooperation is not treated as a normative ideal but as an analytical perspective for explaining how governance structures emerge and change. Empirically, the study draws on a process-oriented mechanism analysis of qualitative group interviews conducted across 14 sub-projects within a nationwide research consortium. Using case-based process maps, the analysis reconstructs cooperation-related structural dynamics and identifies recurring mechanisms shaping coordination processes. The findings highlight the importance of intermediary structures such as transfer house concepts for coordinating heterogeneous actors across system levels, while also showing that formalized intermediary spaces do not automatically foster substantive collaboration. Under certain conditions, they may instead produce coordination delays or symbolic forms of cooperation. By focusing on mechanisms rather than static structures, the article contributes to media education research and discusses implications for the governance of future theory-practice partnerships.
Von Marian Thiel de Gafenco im Text Zum Anspruch und zur Aufgabe von Transfer-House Strukturen in digitalisierungsbezogenen Bildungsprojekten (2026) Ko-kreative Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind in der Bildungsforschung zu einem zentralen Format der Verbindung von Theorie und Praxis geworden. Zugleich zeigt sich, dass Kooperation in solchen Verbundprojekten weder stabil noch linear verläuft, sondern im Projektverlauf fortlaufend neu ausgehandelt wird. Der vorliegende Beitrag untersucht adaptive Kooperation als prozessuale Leistung im Mehrebenensystem. Theoretisch wird adaptive Kooperation als analytische Perspektive gefasst, um die Entwicklung von Governance-Strukturen erklärbar zu machen. Methodisch basiert die Studie auf einer inhaltsanalytisch-prozessualen Mechanismenanalyse qualitativer Gruppeninterviews aus 14 Teilprojekten eines bundesweiten Forschungsverbunds. Mithilfe fallbezogener Prozesskarten werden kooperationsbezogene Strukturdynamiken rekonstruiert und über wiederkehrende Mechanismen erklärt. Die Ergebnisse zeigen, dass intermediäre Strukturen wie Transfer-House Konzepte eine zentrale Rolle in der Koordination heterogener Akteure einnehmen, ihre Wirksamkeit jedoch von der prozessualen Ausgestaltung abhängt. Insbesondere wird deutlich, dass formale Kooperationsräume nicht automatisch substanzielle Zusammenarbeit fördern und unter bestimmten Bedingungen auch Interdependenzmängel verstärken können. Der Artikel leistet einen Beitrag zur medienpädagogischen Governance- und Transferforschung, indem er Mechanismen adaptiver Kooperation sichtbar macht und Ansatzpunkte für die Gestaltung zukünftiger Verbundprojekte diskutiert.
Von Marian Thiel de Gafenco im Text Zum Anspruch und zur Aufgabe von Transfer-House Strukturen in digitalisierungsbezogenen Bildungsprojekten (2026)
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