Ethische Implikationen des kritischen PosthumanismusAnregungspotenzial für die Medienpädagogik?
Anna-Lena Brown, Patrick Bettinger
Publikationsdatum:
Zu finden in: Becoming Data – Pädagogische Implikationen postdigitaler Kultur (Seite 25 bis 47), 2024
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Zusammenfassungen
This article looks at the ethical implications of selected approaches of critical posthumanism and aims to identify potential stimuli for media education. The starting point is the frequently encountered diagnosis according to which classical subject concepts, which primarily refer to ideals and values anchored in humanism, appear increasingly inadequate to grasp the agencies of post-digital and post-human cultures. Based on these assumptions, divergent attitudes in media pedagogy are explored: It becomes clear that the developments described have resulted in a resurgence of humanistic ideals on the one hand, whereby these are projected onto the digital age and affirm a – primarily moral – exceptional position of humans in the face of anthropological uncertainty. On the other hand, an increasing unease can be recognized in the face of the adherence to subject concepts that are often perceived to be outdated as the vanishing point of pedagogical activity. As a possible alternative, a departure from humanism, such as that sought in the positions of critical posthumanism, is proposed. The article illustrates possible variations using the positions of three representatives of critical posthumanism as examples, with a focus on ethical aspects. Furthermore the article concludes discussing the strengths and weaknesses of possible alternative subject constructions and their ethical implications, and thus is intended to serve as an opening for a discussion based on the comparison of the positions.
Von Anna-Lena Brown, Patrick Bettinger im Text Ethische Implikationen des kritischen Posthumanismus (2024) Der Beitrag nimmt ethische Implikationen ausgewählter Ansätze des kritischen Posthumanismus in den Blick und verfolgt dabei das Ziel, Anregungspotenziale für die Medienpädagogik aufzuzeigen. Ausgangsposition stellt die mehrfach anzutreffende Diagnose dar, derzufolge klassische Subjektkonzeptionen, die vor allem auf im Humanismus verankerte Ideale und Werte rekurrieren, zunehmend unzulänglich erscheinen, um Agencies postdigitaler und posthumaner Kulturen adäquat zu fassen. Davon ausgehend werden divergente Haltungen in der Medienpädagogik ausgelotet: es wird deutlich, dass die dargestellten Entwicklungen einerseits ein Wiederaufleben humanistischer Ideale zur Folge haben, wobei diese auf das digitale Zeitalter projiziert werden und eine – vor allem moralische – Sonderstellung des Menschen in Anbetracht anthropologischer Ungewissheit bekräftigen. Andererseits lässt sich ein zunehmendes Unbehagen angesichts des Festhaltens an vielfach als unzeitgemäss wahrgenommenen Subjektkonzeptionen als Fluchtpunkt pädagogischer Tätigkeit erkennen. Als mögliche Alternative wird eine Abkehr vom Humanismus, wie sie beispielsweise in den Positionen des kritischen Posthumanismus angestrebt wird, vorgeschlagen. Mögliche Spielarten sollen exemplarisch anhand der Positionen von drei Vertreter:innen des kritischen Posthumanismus aufgezeigt werden, wobei ethische Aspekte im Fokus stehen. Der Beitrag diskutiert abschliessend, worin die Stärken und Schwächen möglicher alternativer Subjektkonstruktionen und deren ethische Implikationen liegen. Damit soll der Beitrag, ausgehend von der Gegenüberstellung der Positionen, als Eröffnung einer Diskussion dienen.
Von Anna-Lena Brown, Patrick Bettinger im Text Ethische Implikationen des kritischen Posthumanismus (2024)
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Personen KB IB clear | Patrick Bettinger , Rudolf Kammerl , Christian Leineweber , Jonathan Roberge , Robert Seyfert , Felix Stalder , Christian Swertz , Gerhard Tulodziecki , Claudia de Witt , Maik Wunder | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Bildungeducation (Bildung)
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Beat hat Dieser wissenschaftliche Zeitschriftenartikel erst in den letzten 6 Monaten in Biblionetz aufgenommen. Er hat Dieser wissenschaftliche Zeitschriftenartikel einmalig erfasst und bisher nicht mehr bearbeitet. Beat besitzt kein physisches, aber ein digitales Exemplar. Eine digitale Version ist auf dem Internet verfügbar (s.o.). Es gibt bisher nur wenige Objekte im Biblionetz, die dieses Werk zitieren.

